… ein Feiertag, der zusammen mit dem Rest des Osterwochenendes dem Arbeitnehmer immerhin 4 freie Tage beschert. Da vielen Menschen mittlerweile der Glaube abhanden gekommen ist, soll der Karfreitag nicht mehr ein Tag der Besinnung und des Gedenkens an das Leiden und Sterben von Jesus sein – vielmehr möchte man auch an diesem Tag Vergnügungs- und Belustigungsveranstaltungen abhalten dürfen.
Etwas stört mich massiv daran: Menschen, die sich längst von der Kirche abgewendet haben, reklamieren dennoch deren Feiertage auch für sich, wollen diese aber nicht in ihrem Charakter respektieren. Christ hin oder her: ein solcher Tag kann durchaus zur Besinnung, zum Nachdenken dienen über das Leben und dessen Endlichkeit, über das was Sinn macht und was eben nicht: quasi eine Art persönlicher Bestandsaufnahme. Das muss nichts mit einem persönlichen Credo zu tun haben.
Ich wehre mich dagegen, dass jegliches kulturelle Erbe – zu dem auch christliche Feiertage gehören – mit der allgegenwärtigen Oberflächlichkeit aufgeweicht wird.
Auch der, der nicht an einen Gott glaubt, möge den Feiertagen einen Sinn geben. Und wenn es einfach bedeutet, sich die Zeit zu nehmen, einmal von außen auf das eigene Leben zu schauen und zu fragen, was es für einen Inhalt hat und ob man sich damit (noch) gut fühlt.







