Autor: Stephan Munsch

  • Einen besonderen Menschen

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    … möchte ich heute vorstellen – nämlich meinen Opa Wilhelm, genauer: den Vater meiner Mutter, die genau heute vor einem Jahr von uns gegangen ist.

    Zum Zeitpunkt der Aufnahme war er etwa dreissig Jahre alt, und es war der erste Weltkrieg, in dem er als Bodenpersonal für die Wartung und Reparatur von Flugzeugen eingesetzt wurde. Die Bauart der Flieger machte es damals möglich/notwendig, dass hier ein Sattler Dienst tat.

    Viele seiner Sprüche haben sich mir eingeprägt, denn meine Mutter hat sie immer wieder ‚zum Besten gegeben‘. Er hat (auch) auf diesem Weg einen großen Eindruck auf mich gemacht, und über sein ‚Echo‘, nämlich die Persönlichkeit seiner Kinder – meiner Mutter und meines Onkels, habe ich ihn sogar auf eine gewisse Weise lieben gelernt, obwohl ich ihn kaum kennenlernen durfte. Dabei möchte ich den Anteil meiner Großmutter Katharina nicht schmälern. Sie hat das ihre an Charakter, Liebe und Mühe mit hinzugetan – und ihr ‚Soll‘ dabei mehr als erfüllt!

    Es tut gut, wenn man seine Wurzeln kennt. Und es tut gut, wenn man sich mit den Menschen, die das Schicksal einem als Vorfahren gegeben hat, beschäftigen kann … noch besser, wenn man mit ihnen reden, von ihnen etwas erfahren kann. Am besten ist es, wenn etwas von dem, was man erfahren hat, länger überdauert.

    Dies als Plädoyer dafür, auch den Alten Gelegenheit zu geben, ihr Wissen zu teilen. Zu leichtfertig wird es oft als Ballast abgetan. Aber wir können uns selbst und unsere Art zu leben umso besser ‚von außen‘ betrachten, je mehr Informationen wir haben. Und manches Mal – und das ist gar nicht so selten – erfahren wir vielleicht etwas von dem, worauf es im Leben ankommt … und das muss sich uns nicht einmal im gesprochenen Wort mitteilen …

     

  • Allein …

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    … mag man sich manchmal fühlen, und verlassen – unverstanden.
    Aber im Alleinsein steckt auch Kraft – die eigene Kraft nämlich, aber auch die des Nachdenkens … der (Selbst-)Besinnung.

    Und trotz aller Fährnisse, die die Wolken mit sich bringen mögen, kann der Vogel doch entscheiden, wohin er fliegen will.
    „Vogelfrei“ im Wortsinne – Gefahr, aber auch Chance.

  • Ein Schwarzstorch

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    … und das mitten im Taunus unweit von Bad Camberg ist schon eine Besonderheit! Wir bekommen mit Glück diese Vögel sonst vielleicht in der Zugperiode bei einer Rast zu Gesicht.
    Diesen hier habe ich gestern recht früh in einem kleinen Wiesental Richtung Esch neben der Bundesstraße 8 gesehen, und natürlich habe ich etwas abseits geparkt und mich vorsichtig genähert.
    Bei voller Brennweite hat es mit ISO 400 gerade mal zu diesem Crop gereicht, den ich aus einem RAW File der Finepix herausdestilliert habe. Ich mochte den Vogel aber nicht stören und habe es dabei bewenden lassen.

    Für mich trotzdem etwas ganz Besonderes!!!

  • Lichtspiele Bayrischer Hof

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    … in Bad Camberg. Immerhin kann ich mich noch an Zeiten erinnern, wo ich dort Filme gesehen habe … „Tom & Jerry“ und auch an einen (alten japanischen Trash-) „Godzilla“ kann ich mich erinnern…
    Später fand der Kinosaal noch eine Weile Verwendung für Tanzstunden; heute steht das Gebäude leer und wartet auf einen Investor. Vielleicht muss es sehr lange warten …

  • Von einem seltenen Treffen

    … möchte ich heute berichten. Denn bei einem Besuch des Weilburger Tierparks war für mich trotz aller Bären, Wölfe, Luchse, Hirsche usw. dieser kleine Geselle das absolute Highlight …

    Es ist sehr lange her, dass ich einen Feuersalamander habe sehen dürfen. In meinem Heimatort gab es welche an dem Rest der Fundamente einer einstmals dort gewesenen Kirche. Als Kind haben wir sie dort an der sogenannten ‚Klosterhecke‘ gefunden.
    Mittlerweile hat ein Bauer durch massive Erdarbeiten alles so geglättet, dass er noch ein paar (wenige) Quadratmeter mehr für Pferde und einen Holzlagerplatz gewonnen hat. Der Geist des Ortes und die dort lebenden Amphibien haben ihn nicht gestört…
    Es gibt leider viele Stellen, an denen Landwirte dokumentieren, dass ihnen an der Bewahrung des kulturellen Erbes und der biologischen Vielfalt nicht gelegen ist. So wird ein Erosionsgraben in der Nähe des Waldrandes mehr oder weniger heimlich mit Holzabfällen und teilweise sogar Unrat zugeschüttet. Darauf werde ich bald zu sprechen kommen … und auf Einiges mehr!

  • Zum Muttertag

    … hätten wir unserer Mutter nicht mit irgendeinem Geschenk kommen dürfen. Das hätte massive Schimpfe gegeben. Und sie hatte in meinen Augen recht! Dabei geht es nicht um das Schenken, sondern um die Tatsache, dass ein einziger Tag so ganz besonders herausgestrichen wird, als ob man an einem Tag die Dankbarkeit gegenüber seiner Mutter für das jeweilige Jahr ‚ableisten‘ könnte. Abgesehen davon freut sich natürlich der Kommerz darüber, und nicht zuletzt darum scheint es hierzulande immer nur zu gehen … egal ob Valentinstag, Muttertag, Vatertag, Tag des Kindes, Tag des Hundes etc. …

    Heute durfte ich erleben, wie schnell im Vorübergehen an der Tankstelle eilfertig ein Strauß Blumen erworben wurde – nicht allzu hübsch, aber es geht schnell und man hat seiner Pflicht Genüge getan. Und an den Büffets der Ausflugslokale drängen sich Damen herdenweise, um beim Muttertagsbuffet auf engstem Raum wenigstens eine Kleinigkeit zu erhaschen.
    Mutterglück als Massenabfertigung … auweia …

    Als Kontrast dazu ein Bild einer Herde, die auch Muttertiere enthält 😉 .
    Im Gegensatz zum obigen Text wirkt es eher beruhigend …

  • Stauwerk

    Dieses Gebäude gehört zu einem verwunschenen und verbotenen Ort meiner Kindheit – dem ‚Stauwerk‘. Ende der 30er / Anfang der 40er Jahre errichtet, kenne ich es nur als immer weiter verwitternde Hülle.

    In den eigentlichen Betrieb gegangen ist es übrigens nie …