… möchte ich heute vorstellen – nämlich meinen Opa Wilhelm, genauer: den Vater meiner Mutter, die genau heute vor einem Jahr von uns gegangen ist.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme war er etwa dreissig Jahre alt, und es war der erste Weltkrieg, in dem er als Bodenpersonal für die Wartung und Reparatur von Flugzeugen eingesetzt wurde. Die Bauart der Flieger machte es damals möglich/notwendig, dass hier ein Sattler Dienst tat.
Viele seiner Sprüche haben sich mir eingeprägt, denn meine Mutter hat sie immer wieder ‚zum Besten gegeben‘. Er hat (auch) auf diesem Weg einen großen Eindruck auf mich gemacht, und über sein ‚Echo‘, nämlich die Persönlichkeit seiner Kinder – meiner Mutter und meines Onkels, habe ich ihn sogar auf eine gewisse Weise lieben gelernt, obwohl ich ihn kaum kennenlernen durfte. Dabei möchte ich den Anteil meiner Großmutter Katharina nicht schmälern. Sie hat das ihre an Charakter, Liebe und Mühe mit hinzugetan – und ihr ‚Soll‘ dabei mehr als erfüllt!
Es tut gut, wenn man seine Wurzeln kennt. Und es tut gut, wenn man sich mit den Menschen, die das Schicksal einem als Vorfahren gegeben hat, beschäftigen kann … noch besser, wenn man mit ihnen reden, von ihnen etwas erfahren kann. Am besten ist es, wenn etwas von dem, was man erfahren hat, länger überdauert.
Dies als Plädoyer dafür, auch den Alten Gelegenheit zu geben, ihr Wissen zu teilen. Zu leichtfertig wird es oft als Ballast abgetan. Aber wir können uns selbst und unsere Art zu leben umso besser ‚von außen‘ betrachten, je mehr Informationen wir haben. Und manches Mal – und das ist gar nicht so selten – erfahren wir vielleicht etwas von dem, worauf es im Leben ankommt … und das muss sich uns nicht einmal im gesprochenen Wort mitteilen …






