… heißt die Flur, in der dieser Acker liegt. Nicht sehr groß zwar, ist er doch das Stück Land (neben einem Garten im ehemaligen Mühlweg), an das meine Geschwister und ich die meisten Erinnerungen haben. Vom Ort der Aufnahme aus am anderen Ende stand früher noch ein Apfelbaum von der Sorte, die dunkelrote Früchte mit leicht Rosé gefärbtem Fleisch hervorbringen (Rote Sternrenette?). Irgendwann war sein Wurzelwerk durch die intensive, nahe Beackerung des Pächters so lädiert, dass nur noch ein Absetzen möglich war.
Das findet man oft: Dezimeterweise wird näher und näher an die Bäume heran geackert, bis sie irgendwann einmal ‚glücklich den Geist aufgeben‘. Notfalls wird auch mal ein kleines Feuerchen entfacht, wenn es keiner sieht. Und eigentlich stört alles, was irgendwelche Umstände macht…
Dieser Acker wird vielleicht nicht mehr allzu lange in unserer Familie sein. Eine Flurbereinigung im Rahmen des Baues einer Ortsumgehung kann dazu führen, dass wir mit einer Ersatzfläche abgefunden werden, vermutlich einem mehr oder weniger handtuchförmigen Stück Land j.w.d.. Die Flurbereinigung wäre im Rahmen der Umgehung zu weiten Teilen unnötig. Teile der Bauernschaft begrüßen sie – nämlich diejenigen, die mit schwerem Gerät unterwegs sind und größere zusammenhängende Flächen haben wollen. Es gibt genügend von der Sorte, denen die Ausräumung der Landschaft noch nicht weit genug geht. Sicher, die Arbeit wird dadurch effizienter, aber dieser Ansatz macht unsere Fluren ärmer und unsere Felder anfälliger für Schädlinge. Aber – Saatmittelmonopolisten und der Chemie sei Dank – bekommt man das ja kostengünstig in den Griff.
Jeder hat seine Präferenzen, jeder kocht sein eigenes Süppchen. Vermutlich wird die Ortsumgehung nicht das erwartete Ergebnis bringen. Zu viel Verkehr wird auch später noch innerorts fließen, zu viel zusätzliche Fahrzeugbewegungen werden von den Umgehungsstrecken angezogen werden. Die Flurbereinigung wird unsere Region wieder einmal biologisch ärmer, aber unsere Landwirtschaft rationeller und effektiver machen.
Irgendwann in den kommenden 2, 3 Jahrzehnten wird dann wegen der schwindenden Ölreserven der Verkehr wieder geringer werden; ‚Dank‘ der sich weiter verringernden Kaufkraft werden ohnehin weniger Leute ein Fahrzeug besitzen und dieses weniger nutzen. Die Umgehung wird dann wohl nicht mehr so viel Sinn machen. Bis dahin schreiben wir dieselben fantasielosen politischen Konzepte fort, die uns schon länger immer tiefer in die Misere führen.
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