Als Verbraucher und Supermarktkunde fühle ich mich durch die aktuell sehr stark um sich greifende ‚Andienung‘ von Apps durch die Verbrauchermärkte gegängelt. In jedem Fall ist es so, dass ich – falls ich meine Daten nicht verkaufen und keine App nutzen will – erhebliche finanzielle Nachteile beim Einkauf habe.
Meine Daten sind mir aktuell mehr wert als die Einsparung, auch wenn diese zuweilen nicht unerheblich ist. Ich frage mich aber: ist das Aufnötigen einer App als Voraussetzung dafür, Geld beim Einkaufen zu sparen überhaupt zulässig? Und ist das Voraussetzen der Nutzung einer bestimmten Technik überhaupt statthaft? Salopp formuliert könnte man im Extremfall sagen: „Wer zu arm ist um ein Handy zu nutzen kann sich das Sparen beim Einkauf nicht leisten“.
Ich sehe da ein großes Problem und frage mich, ob man nicht gegen eine solche Verfahrensweise mit Erfolg klagen könnte. Dass so etwas von höherer Stelle hingenommen wird – oder sogar gewünscht ist – lässt mich allerdings vermuten, dass es ein übergeordnetes Interesse daran gibt, dass flächendeckend Mobiltelefone genutzt werden. Die Kontrollierbarkeit und die Lenkbarkeit der Massen über diese ‚Denkprothese‘ scheint alle anderen Bedenken auszuschalten.
Schöne neue Welt …