Was ist das für ein Fest?
Vier lange Wochen fiebern die Menschen einem Termin entgegen, an dem sie mit ihren Lieben zusammen und ihnen mit kleinen Geschenken auch zeigen wollen, dass sie ihnen wichtig sind. Vier Wochen, in denen man sich in Massen durch überfüllte Märkte quetschen lässt und in denen man versucht, für jeden etwas Passendes zu finden. Dumm nur, dass man immer weniger voneinander weiß. Das macht das Finden des Passenden noch schwerer. Selbst in einer Familie nehmen die Menschen immer weniger Notiz voneinander, denn jeder ist doch letztlich nur noch mit sich beschäftigt. Die Alten verstehen die Jungen nicht und umgekehrt. Sachzwang-Zombies gegen Digital-Autisten …
Die Medien stopfen uns immer mehr sinnloses Zeugs in den Kopf, wenn wir es zulassen. Die Werbung posaunt uns in die Ohren, was wir angeblich brauchen, um gesund, attraktiv und glücklich zu sein. Immer mehr Ablenkung und immer weniger Zeit zum Nachdenken! Wir werden zum gehetzen Produktivfaktor auf der Arbeit, wir bekommen eingetrichtert, was wir kaufen sollen, die Medien lenken uns, wohin wir gehen sollen … Stimmenvieh zur Wahl und hinterher vier Jahre am besten Fresse halten.
STOPP!!!
Wir müssen uns schon selbst von allem Ballast befreien – und wir können auch jetzt sofort damit beginnen. Weihnachten ist zum billigen Abklatsch eines Festes geworden, das mechanisch von Menschen begangen wird, die selbst sicher nicht mehr an das Glauben, was dieses Fest einmal ausgemacht hat. Eigentlich ein Konglomerat aus Wintersonnenwendfeier, Mithraskult und Jesu Geburt, die von der Kirche bewusst auf dieses Datum geschoben wurde, um den heidnischen Winterbräuchen etwas entgegen zu setzen, blieb es trotz all der kirchlichen ‚Verkleidung‘ immer ein Fest, in dem die versteckten Reste der alten Kulte durchscheinen. Es liegt an uns, dieser Zeit einen besonderen Sinn zu geben, uns auf Anderes zu besinnen. Dazu gehört auch, dass man sich bewusst von dem abkoppelt, was den letzten Monat des Jahres sonst dominiert. Muße und Nachdenken über das, was wichtig ist, und welchen Dingen und Menschen man in seinem Leben Raum geben will – wer einem etwas bedeutet und wie man es ihm zeigen möchte – das wäre schon ein guter Anfang. Weg vom sinnentleerten Kommerz und hin zur bewussten Wahrnehmung!
