…wurde in Bad Camberg vor vielen Jahren hergestellt. Der Fabrikant war Gisbert Send, der auch Mineralwasserhändler und Brunnenbesitzer war. Nun ist das große Anwesen in der Nähe des Camberger Bahnhofs verlassen, und die schönen Backsteinbauten verfallen nach und nach. Es war überlegt worden, ob man nicht das Ensemble zu einer Art ‚Kulturwerkstatt‘ umfunktionieren könnte, aber das ist an dem ewig klammen Stadtsäckel und der ‚Offenheit‘ der alteingesessenen Lokalpolitiker für solche Projekte gescheitert. Fairerweise muss man zugeben, dass solche Ansinnen zur Zeit wohl in den meisten Kommunen nicht realisierbar sein dürften.
Nun ist die Baugruppe weiterhin dem Verfall preisgegeben, und sie wird sicher in einigen Jahren einen Käufer finden, der aus dem Areal irgend etwas macht, was Geld bringt – vorzugsweise Wohneinheiten, wie ich vermute. Bis dahin zeugt der alte Türgriff am Wohnhaus von einem gewissen Wohlstand der frühen Jahre …
