… soll heute hier Erwähnung finden. Sie steht für mich als Symbol dafür, wie viele Wesen und Dinge wir übersehen, obwohl sie uns umgeben. Ignorant stapfen wir durch die Welt und nehmen viele Zusammenhänge nicht wahr. Warum auch sollte man eine Schnecke wahrnehmen oder kennen, deren Haus gerade einmal 5mm groß ist? Eigentlich ist es klar: wir sollten möglichst viele dieser Wesen und von deren Welt kennen, weil wir nur so um den Reichtum der Natur wissen und damit dann auch zum Nachdenken kommen. Jedes Wesen erfüllt eine Aufgabe im großen Kreislauf der Natur und so sollte man sich auch um diese Art Leben Gedanken machen. Wenn ich sehe, wie unsere Fluren ausgeräumt werden in einer Art und Weise, wie man altes Gerümpel auf den Sperrmüll schafft, macht mich das sehr betroffen. All diese Tiere sind kein Müll der Evolution, dessen man sich entledigen muss. Sie sind kleine Zahnräder im großen Getriebe der Natur. Wir Menschen sind vielfach uninteressiert oder einfach zu blöde um diese Zusammenhänge zu begreifen und oft wollen wir das auch gar nicht. Denn etwas begreifen heißt möglicherweise auch, sich über sein Verhalten Gedanken zu machen und zu spüren, dass eine Änderung vorgenommen werden muss. Aber etwas ändern wollen wir meist nicht. Zu sehr sind wir im Konsum verankert und oft scheint es, als ob es im Leben nichts mehr Lebenswertes gäbe, wenn Geld und Konsum nicht mehr die erste Geige spielen dürfen.
Wie schon so oft und immer wieder wird dem finanziellen Reichtum jeglicher andere Reichtum geopfert – sei es der in der Natur, sei es der innere (emotionale) Reichtum. Dass letztlich auch der pekuniäre Reichtum leidet, wenn die anderen Arten des Reichtums / der Fülle gestört oder zerstört werden, ist vielen nicht klar.
Lassen wir diese Abschweifungen und freuen uns einfach an dem Haus der gemeinen Glattschnecke, die also offenbar in unserem Garten existiert. Sie lebt in einer parallelen Welt, die sich meist unserer Wahrnehmung entzieht. Aber es ist schön, das eine oder andere dieser Wesen kennenzulernen und sich zu fragen, welche Wunder wohl noch auf diesen wenigen Quadratmetern ihrer Entdeckung harren …
