Kommunikation

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… ist kein triviales Thema; es ist schwieriger als man denkt, sich verständlich mitzuteilen. Das hat u.a. etwas mit den verschiedenen Ebenen der Kommunikation zu tun. Was man sagt, was man meint und was man damit letztlich bewirken will, sind oft genug völlig verschiedene Dinge. Was der Adressat versteht, ist ebenfalls die Frage. Und ob es sich bei den geflossenen Informationen um Wahrheiten handelt, steht noch auf einem ganz anderen Blatt …. 😉 . Kein Wunder, dass es so viele Mißverständnisse und Unklarheiten gibt. Aber immerhin, es wurde wenigstens der Versuch gemacht, eine Verbindung aufzubauen!

Manchmal sind die Wege zur Verständigung verstopft, weil es Dinge gibt, über die man (noch nicht oder vielleicht auch nie) miteinander reden kann. Zuweilen kann man sich in solchen Fällen auf das Terrain des Austauschens von netten Belanglosigkeiten retten, ansonsten geht halt (zeitweise) gar nichts.

Meine Mutter war an allem, was ihre Kinder anging, stets sehr interessiert und hatte den Wunsch, an deren Leben auch teilzuhaben. Durch mancherlei verquere Zeiten habe ich das nicht immer ermöglichen können oder wollen. Sie wäre aber nie gekommen und hätte zu mir gesagt: ‚Lass doch mal öfter von Dir hören, Bub!‘. Es mag ein Teil Stolz gewesen sein, aber warum auch nicht?! Sie hatte alles Recht dazu, an dieser Stelle ihren Stolz (und ihre Würde) zu behalten. Für Vieles bin ich dankbar und Manches sehe ich erst heute deutlicher, wo die nachlassenden Befindlichkeiten Raum für Einsicht freigegeben haben. Daher kann ich dankbarer sein für das, was mir im Leben ermöglicht wurde. Es ist nicht einfach, die Unvereinbarkeit von Standpunkten zu sehen und trotzdem den Anderen als Mensch anzunehmen, zu achten und vielleicht sogar liebzuhaben. Häufig überlagert der Streit in der Sache das Verhältnis untereinander – und das ist in den allermeisten Fällen unnötig.

Auch ich als Vater habe mir eine ganze Weile überlegt, wie ich mich in dieser Hinsicht zu meinen Kindern verhalten sollte. Jedenfalls möchte und werde ich mich nicht anbiedern. Das hat etwas mit Respekt zu tun. Ich kann ihn nicht erzwingen, aber einfordern. Ob er mir erwiesen wird, das muss jedes Kind für sich entscheiden. Es ist schön, Anteil zu haben und nicht nur als Notnagel in ungemütlichen Situationen herhalten zu sollen, denn sie liegen mir sehr am Herzen, aber es liegt nicht in meiner Hand …

 

Kommentare

Ein Kommentar zu „Kommunikation“

  1. Avatar von Gabriele Munsch
    Gabriele Munsch

    Was das Verhältnis zu Mutter angeht – sie hat nie aufgehört Dich bzw überhaupt einen von uns zu lieben. Und ich hoffe daß Deine Kinder irgendwann merken werden wieviel Liebe und Rückhalt von Deiner Seite kommt. Und das nicht nur von Dir sondern auch von Barbara. Ich bin mir auch ganz sicher daß sie es irgendwann begreifen werden – hoffentlich dauert das nciht mehr zu lange…